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De Gschichd vom Isaak

(The story of Isaac/Leonard Cohen)

Die Dia gehd laungsaum auf,
mei Voda stehd herinnan,
i bin nein Joa oid.
Er is so riesngroß,
seine blaun Augn leichdn,
sei Schdimm wia Eis so koid.
Ea sogd "Bua i hob wos geseng.
Du waaßd i bin stoak und fromm.
I muaß duan wia da Hea des woid".
Eiso gead a in Beag auffe,
i renn, doss i eam grod nochkumm
und sei Oxd, de is aus buan Goid.

De Bam wean laungsaum kiaza,
da See kla wia_ra Spiagel,
mia mochn Rosd und drinkn Wei.
Daunn haud a d'Floschn daune,
glei drauf gengan ma weida,
ea nimmd mei Haund, gibds nimma frei.
I glaub i siech an Odla,
doch vielleichd is a_r_a Geia,
i wia nie wissn, wöchas Dia.
Daunn baud a_r_an Oidor hi,
ea waaß, i dua mi ned vasteggn,
drahd si nua amoi um zu mia.

Und es, wos bauds Oidoire,
zum Opfan von de Kinda
es diafds des duan nimmamea.
Wos es woids is ka Vision ned,
es hod eich kana gschickd,
ned da Deife, ned da Hea.
Jo es, wos schdehds do driba,
min Beu so schdumpf und bluadig,
es woads domois jo ned duadt.
Wia_r_i glegn bin, am Beag drom,
de Haund von Vodan, de hod zidad,
aus laudta Fuachd vuan Hean sein Wuadt.

Und waunns zu mia jedz Bruada sogds,
entschuidigds waunn i nochfrog,
in wen sein Nom duads mia des au?
Waunn ois amoi im Schdaub vasinkd,
daschiaß i eich, waunns augschoffd is,
doch i hüf eich waunn i kau.
Waunn ois amoi im Schdaub vasinkd,
donn hüf i eich, waunns augschoffd is,
und daschiaß eich waunn i kau.
Daboamds eich fia mei Unifuam,
Leid vom Friedn, Leid vom Griag
Sei Radl schlogd da Bfau.


© Gustav Freudmann 2016